Thursday, September 29, 2011

0 Buchempfehlung: Alle sterben, auch die Löffelstöre

Als Bine und ich das neue Buch-Thema für die Lesende Minderheit festgelegt haben, tauchte ein Buch gleich zwei Mal in den Empfehlungen auf. Komischer Titel, dachte ich noch und schielte mal in den online-Buchhandel, gute besprochen, aha, also bestellt:  


Es ist ein tolles Buch. 
Wie kann es sein, daß es mir als Vielleser bis jetzt durch die Lappen gegangen ist?

Es geht um Skarlet (das "k" war der Wunsch der Mutter, das fehlende "t" ein Versehen der Hebamme) und Paul, eigentlich Jean-Paul. Zwei Namen, schon für sich nicht alltäglich, zu Zeiten der DDR aber schon fast revolutionär, findet auf jeden Fall Tante Edeltraut, die den Kindergarten damals mit strengem Regiment führt und die beiden Kinder sofort auf dem Kieker hat. Die beiden schweißt das alles nur noch mehr zusammen, sie überstehen Studium und Mauerfall und danach die große Freiheit, Ehepartner und Kinder. Und dann stirbt Paul. Und Skarlet bekommt einen Brief von ihm, in dem er sie bittet, seine Grabrede zu halten. 

Ich weiß gar nicht genau, was dieses Buch ausmacht. Es ist traurig, aber es ist wunderschön. Es ist lustig, voller kleiner Geschichten, die man gerne länger gehört hätte und voller Personen, die man gerne näher kennen gelernt hätte. Und es ist ein bißchen Geschichte aus der jüngsten Vergangenheit ohne politisch zu sein. Es zeigt die Revolution im Kleinen: wenn Paul sich weigert, im Kindergarten seine Hose auszuziehen oder Skarlet ihre lauwarme Milch nicht austrinkt. Und das es sich lohnt zu kämpfen, va um eine Freundschaft, egal was kommt.

LG von Caro

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