Dem anfänglichen Schock über die Nominierung für den Brigitte-Kreativ-Award im Juni folgte eine gewisse Panik (OhGottohgottwasmachichbloss?) und machte dann Platz für eine Idee, die schon länger in meinem Kopf rumspukte: Irgendwas mit Fotos.
Ich zeig euch darum, wie man aus einem Portrait
(Gestatten, Frau Kännchen, sonst eher schüchtern, aber wat mut dat mut)
so etwas machen kann
Man braucht dafür
das Portrait einer beliebigen Person (Ganz wichtig: nicht frontal aufgenommen, sondern seitlich!)
außerdem
einen Rollenschneider oder eine gute Schere und ein langes Lineal
Karopapier
Bilderrahmen
Jetzt schneidet ihr das Portrait in ca. 2 Mio kleine Mosaikstücke, jedes 1x1 cm groß und nicht durcheinanderbringen!
...
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Halt! Stopp! Das war ein Witz!!!
Das geht nämlich viel einfacher:
Zunächst wird das Portrait HORIZONTAL in 1 cm breite Streifen geschnitten. Schön akkurat arbeiten, das zahlt sich später aus.
Sieht dann so aus.
Jetzt wird jeder zweite Streifen etwas verschoben.
Das Bild sollte noch erkennbar sein, aber schon "schief" aussehen.
Komische Nasen und fliehendes Kinn sind hier ausdrücklich erwünscht.
Jeder Streifen wird jetzt mit Stylefix (das hält wirklich am besten, man hat keine klebrigen Finger, schmal ist es auch noch und die Klinge des Rollenschneiders verklebt nicht) auf ein Papier geklebt. Ich mach das gerne auf einem karierten Blatt, so kann man die Verschiebungen der Streifen ganz exakt kleben. Darauf achten, daß man zwischen den Streifen kein Papier sehen kann!
Sieht dann so aus:
Rechts und links den Rand begradigen
Jetzt wird das Bild erneut in Streifen geschnitten, wieder 1 cm breit, diesmal VERTIKAL:
Sieht dann so aus (da sind sie, die 2 Mio Mosaiksteinchen)
Und jetzt kommt der besondere Clou:
Die Streifen werden jetzt getauscht: zu Beginn liegen sie in der Reihenfolge 1, 2, 3, 4, ...
Jetzt nimmt man den ersten linken Streifen und legt ihn ganz nach rechts, den zweiten linken Streifen und legt ihn VOR den 1. Also statt 1, 2, 3, 4, ... liegt da ... 4, 3, 2, 1. Logisch, oder?
Wieder mit Stylefix aufkleben und angucken.
Und weiter wegtreten
und noch ein Stück
und noch ein Stück.
Und staunen!
Faszinierend, oder? Plötzlich ist das Bild gespiegelt! Und die Person ist deutlich zu erkennen.
So lassen sich übrigens auch Poster verfremden, zB Picasso (hier ein Portrait von Irving Penn, das hab ich aus einem Fotoband eingescanned und dann ausgedruckt)
oder ein Poster von Audrey Hepurn
Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen!
Und wenn euch diese Idee gefällt, dann stimmt doch bitte für mich ab:
hier geht´s zum Voting! Und ich freu mich natürlich auch sehr über´s Teilen, Weitersagen oder Verlinken ...
LG von Caro