Sunday, August 19, 2012

0 Buchempfehlung: Ich glaube, der Fliesenleger ist tot!

Ich möchte nie ein Haus bauen und nach der Lektüre dieses Buches gleich dreimal nicht.
Die (leider ehemalige) Brigitte-Kolumnistin Julia Karnick wollte das eigentlich auch nicht, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt:

"Das ist wie im Märchen vom Fischer und seiner Frau und Du bist die Ilsebill! Du hast endlich Deinen Traumjob, ich habe einen Traumjob, wir verdienen genug, um sorglos zu leben, wir haben es geschafft, die Familiengründungs-Baby-Kleinkind-Phase zu überstehen, ohne uns gegenseitig zu zerfleischen. Die Kinder sind groß genug, um uns am Wochenende ausschlafen zu lassen und klein genug, um uns noch nicht total scheiße zu finden, wir haben wieder Zeit füreinander, manchmal sogar Sex, keiner hat Krebs, der Hund beißt nicht. Nach wahnsinnig stressigen Jahren ist unser Leben fast perfekt, wir könnten entspannt Miete zahlen und die Zeit genießen, bevor die Kinder anfangen, Drogen zu nehmen, du einen Herzinfarkt erleidest und ich in die Wechseljahre komme - aber nein, dir reicht das alles nicht, jetzt muss es auch noch ein eigenes Haus sein. Glaub mir, der Himmel wird uns strafen für so viel Gier. Ohne mich."


Wunderbar schreibt sie in "Ich glaube der Fliesenleger ist tot!" vom ihrem Weg ins Traumhaus. Dabei machen ihr Behörden und lahme Handwerker immer wieder einen Strich durch die Rechnung, der Haussegen hängt mehrfach schief, ihre Bekannten versorgen sie immer mehr mit Horrorgeschichten anderer Häuserbauer und am Ende sitzt sie trotzdem auf dem Sofa vor dem flackernden Kamin und isst Marzipan. Wen stört da schon, daß der Installateur inzwischen fast zur Familie gehört und die Gästetoilette tropft.

LG von Caro

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